OnePlus 3 vs OnePlus 6: Wo liegen die Unterschiede?

Wir haben einmal das kürzlich vorgestellte OnePlus 6 mit dem OnePlus 3 in vielen Punkten verglichen und uns die Frage gestellt: Was hat sich in zwei Jahren eigentlich bei den OnePlus Geräten verändert?

Das OnePlus 3 ist nun schon „etwas“ älter, genau genommen um die zwei Jahre. Trotzdem steht es – gesehen nach Features – seinem großen Bruder gar nicht all zu viel nach. Dies liegt vor allem an der Updatepolitik von OnePlus, womit Features nach und nach auch auf ältere auf dem Markt befindlichen Geräte gelangen. So hat OnePlus bereits in der Vergangenheit das Entsperren per Gesicht vom OnePlus 5T auf das Vorgängermodell OnePlus 5 gebracht und auch das OnePlus 3/3T profitiert seit ein paar Tagen von Face Unlock.

Größe & Display

Für viele ein sehr wichtiges Kaufargument: Passt das Schmuckstück überhaupt noch in die Tasche oder die enge Frauenjeans? Die Antwort: Beide sind unterscheiden sich größentechnisch kaum, das OnePlus 6 ist nur wenige Millimeter größer. Auf dem Papier sieht das so aus:

OnePlus 6
  • L 155.7 x B 75.4 x H 7.75 mm
  • 177 g
OnePlus 3
  • L 152.7 x B 74.7 x H 7.35 mm
  • 158 g

Auf dem Papier halten sich die Änderungen damit in Grenzen, doch was die Displaygröße angeht, ist der Unterschied groß:

Das OnePlus 6 bietet ganze 6.28 Zoll Displayfläche bei einem Seitenverhältnis von 19:9, während das OnePlus 3 ein 5.5″ Display und 16:9 bietet. Die Auflösung beträgt 2280×1080 beim OP6, 1920×1080 beim OP3.

Letzte Aktualisierung am 15.12.2018 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Partnerlink

OnePlus 6
  • 6.28″ OLED Display
  • 19:9 Seitenverhältnis
  • 2280×1080 Pixel
OnePlus 3
  • 5.5″ OLED Display
  • 16:9 Seitenverhältnis
  • 1920×1080 Pixel

Wie man sieht, bietet das OnePlus 6 klar die größere Displayfläche, jedoch zum Grauen vieler: Die Notch, welche sich jedoch auf Wunsch zumindest schwarz färben lässt, damit diese weniger auffällt. Uns hat die Notch nicht gestört, im Gegenteil: Wir haben uns eher über den zusätzlichen Displayplatz gefreut, denn durch die Darstellung der Icons neben Kamera und Sensoren bleibt letztlich mehr Platz für Inhalte.

Helligkeit & Farben der Displays

Und die Qualität der Displays? Im Alltag merkt man einen Unterschied durchaus, denn das OnePlus 6 bietet ein etwas helleres Display und realistischere Farben, während man bei der Schärfe nicht wirklich einen Unterschied wahrnehmen kann. Viele andere Hersteller statten ihre Geräte zwar schon mit Quad HD Auflösung aus, im Alltag ist die Auflösung der beiden OnePlus Geräte jedoch absolut ausreichend und angenehm abzulesen – nebenbei sorgt dies für eine bessere Performance und eine bessere Akkulaufzeit zu vergleichbaren Herstellern.

Fingerprint, Face Unlock und Hardwaretasten

Bei der Positionierung des Fingerabdrucksensors unterscheiden sich beide Geräte stark, denn wie bereits ab dem OP 5 eingeführt, befindet sich dieser beim OnePlus 6 auf der Rückseite unter der Kamera. Das OnePlus 3 besitzt diesen dagegen auf der Vorderseite unter dem Display, welches in manchen Situation von Vorteil sein kann, denn bei dieser Art von Positionierung muss das Gerät für eine Entsperrung nicht in die Hand genommen werden.

Letzteres kann man jedoch gut durch Face Unlock ausgleichen. Und hier sorgt das letzte Update für das OnePlus 3 sogar für Gleichheit – auch der ältere Bruder hat dieses Feature nun an Board.

Ansonsten erfolgt beim OnePlus 6 die Bedienung über On Screen Tasten bzw. Wischgesten während das OnePlus 3 neben dem Fingerprint auf der Vorderseite auch eine physische Zurück- und Taskswitcher Taste bietet.

Gehäuse

Wenn es um die Verpackung der technischen Gimmicks geht, könnte der Unterschied größer nicht sein. Das OnePlus 3 setzt auf einen Aluminium Unibody, während das OnePlus 6 eine Rückseite aus Glas bietet. Unserer Meinung nach liegt das OnePlus 6 rutschfester in der Hand, sammelt jedoch auch mehr Fingerabdrücke ein. Viele hätten gerne auch beim OP6 eine Aluminium Rückseite gesehen – denn Qi ist sowieso nicht an Board. Zweifellos bieten beide Materialien Vor- und Nachteile, die Bruchfestigkeit ist bei Aluminium jedoch klar besser.

Quasi einmal die Position getauscht haben bei beiden Geräten der SIM-Karten Tray und der Alert Slider. Der Alert Slider befindet sich beim OP6 nun auf der rechten Seite und in der Position des früheren SIM-Karten Trays beim OnePlus 3.

Prozessor & RAM

Während das OnePlus 6 nun mit 6 GB und 8 GB RAM erhältlich ist, gab es das OnePlus 3 nur mit 6 GB RAM. Während sich bei der RAM Größe nicht wirklich viel getan hat und man 8 GB zu 6 GB zurzeit auch nicht wirklich merkt, macht sich der Snapdragon 845 im OnePlus 6 durchaus bemerkbar. Der Snapdragon 845 ist im Vergleich zum Quad-Core Snapdragon 820 im OP3 ein Octa-Core Prozessor. Dies macht sich besonders beim Start und Wechseln von Apps bemerkbar. Bei Spielen ist der Unterschied jedoch kaum bemerkbar, dies liegt jedoch eher daran, dass in den letzten zwei Jahren nicht wirklich neue Spiele auf den Markt kamen, welche die aktuellen Prozessoren an ihre Grenzen bringen.

Akkukapazität

Beim Thema Akkulaufzeit kommen beide Geräte in etwa die selbe Region, trotzdem bietet das OnePlus 6 mit 300 Milliampere mehr Kapazität, welche aufgrund des größeren Displays auch von Nöten ist.

Kamera(s)

Bei der Hauptkamera bietet das OnePlus 3 mit seiner 16 MP Kamera (f/2.0) gegenüber dem OnePlus 6 mit zwei Kameras (20 MP & 12 MP bei f/1.7) eine lichtschwächere Blende. Positiv: Auch wenn das OnePlus 5/5T keinen optischen Bildstabilisator mehr an Board hatte, so bietet OnePlus beim 6er nun wieder einen optischen Bildstabilisator, wie es auch beim OnePlus 3 der Fall war.

Das OnePlus 6 liefert schärfere Bilder und bietet auch einen besseren Dynamikumfang, auch die Farbdarstellung ist hier zu loben.

Auf der Frontseite befindet sich beim OP3 eine 8 Megapixel Kamera, beim OP6 eine 16 Megapixel Kamera. Auch hier liefert das OP6 die schärferen und natürlicheren Farben.

Besonders in der Dämmerung bzw. nachts sind jedoch mit dem OnePlus 6 klar die besseren Resultate zu erzeugen.

Bei der Kamera App bietet das aktuelle OP6 klar die bessere UI, so sind die einzelne Menüpunkte einfacher und übersichtlicher zu erreichen und auch ein Porträtmodus ist integriert, welcher beim OP3 fehlt.

Fazit

In unseren Augen stellt das OnePlus 6 einen lohnenswerten Nachfolger dar. Während beim OnePlus 5 und 5T noch einige Kritik wie der fehlende optische Bildstabilisator zu nennen war, hat OnePlus dies beim 6er mittlerweile ausgemerzt und diesen wieder integriert. Die Kamera hat im Vergleich zum OP3 einen großen Sprung gemacht und macht gute Bilder.

Für uns ist auch das größere Display ein must-have, denn wer einmal für mehrere Tage mit einem aktuellen Flagship mit hoher Screen-to-Body-Ratio unterwegs war, möchte dieses nicht mehr missen. Auch die Notch rückt für den Nutzer in den Hintergrund und fällt bei der täglichen Nutzung kaum noch auf. Auch bei der Performance punktet stets das aktuelle OnePlus 6 – es wäre auch schade, wenn dies nicht der Fall wäre. Jedoch kann man durchaus sagen, dass sich das OnePlus 3 noch immer gut schlägt. Wer auf der Suche nach einem günstigen gebrauchten Smartphone ist oder das OP3 in die Hände bekommt, der muss sich also nicht scheuen, dieses noch eine Weile zu nutzen. Lediglich ein Update auf Android P darf man hier nicht mehr erwarten.

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