Test: Fossil Sport mit Snapdragon Wear 3100

Fossil hat Anfang November die Fossil Sport ins Rennen geschickt, eine weitere Smartwatch, diesmal allerdings mit dem aktuellen Snapdragon Wear 3100 statt dem Snapdragon Wear 2100.

Der bisher bei den meisten Smartwatches genutzte Snapdragon Wear 2100 ist mittlerweile über zwei Jahre alt, aus diesem Grund habe ich mich bisher auch aus dem Smartwatch Markt herausgehalten und abgewartet. Auch die Akkulaufzeit hat mich oft davon abgehalten, eine Smartwatch zu kaufen, wenn man nur „gerade so“ durch den Tag kommt.

Die Fossil Sport wird für 279 Euro im Fossil-Shop angeboten.

Letzte Aktualisierung am 21.01.2019 / Bilder von der Amazon Product Advertising API / Partnerlink

Doch bevor wir zu den eigentlichen Punkten kommen, hier einmal ein kleiner Auszug aus dem Datenblatt:

  • Display: 1,2 Zoll AMOLED
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon Wear 3100
  • Speicher: 768 MB RAM, 4 GB Speicherplatz
  • Konnektivität: Bluetooth 4.2 LE, WLAN 802.11 b/g/n (2,4 GHz), GPS, NFC
  • Sensoren: Beschleunigungssensor, Höhenmesser, Umgebungslichtsensor, Gyroskop, Herzfrequenzmesser

Lieferumfang

Im Lieferumfang ist sehr übersichtlich, schließlich gibt es neben der Uhr und den Kurzanleitungen nur ein USB-Ladekabel. Ein Netzteil für die Steckdose ist nicht dabei, hier muss also auf ein vorhandenes von Smartphone & Co. gesetzt werden. Das dürfte aber nicht wirklich tragisch sein, hier sollten die meisten noch eines von Smartphone, FireTV-Stick & Co. in der Schublade haben.

Design und Verarbeitung

Die Fossil Sport wird in einer Herren-Variante mit 43mm und einer Damen-Variante mit 41mm angeboten. Das Armband ist bei der Herren Variante 22mm breit, bei der Frauen Variante 18mm und kann auch gewechselt werden. Wer sich neben dem Silikonarmband, an welchem Staub gerne haftet, noch ein weiteres Armband zulegen möchte, hat hier also die Möglichkeit dazu. Fossil bietet die Sport-Watch in verschiedenen Bandfarben an. Die von uns eingesetzte Sport-Watch besitzt ein schwarzes Armband, welches auf der Unterseite grau ist.

Das Design gefällt mir sehr gut und ist relativ schlicht, wobei das immer eine persönliche Sache ist. In Echt macht die Uhr meiner Meinung nach auch mehr her als auf den offiziellen Produktbildern. Letztlich könnte natürlich der schwarze Rand zwischen Display und Aluminium-Rahmen noch besser ausgenutzt werden, das ist aber aktuell wohl technisch noch nicht besser umsetzbar.

Die Verarbeitung finde ich sehr gut, lediglich der Aluminium-Rahmen erleidet doch recht schnell mal einen Kratzer oder eine Kerbe, wenn man mal nicht aufpasst. Das ist aber dem Material geschuldet und betrifft auch andere Uhren mit Aluminium.

Software und Performance

Als Betriebssystem kommt Wear OS zum Einsatz, welches wir bei vielen Fossil Smartwatches sehen. Das Update auf System Version H hat die Uhr bisher nicht erreicht, somit ist aktuell Wear OS 2.1 auf der Watch installiert.

Auf der Watch sind unter anderem Apps für Wetter, Timer & Wecker, Erinnerungen, Kalender, Google Fit und Co. vorinstalliert. Von Fossil kommt einzig die eigene Fossil-App, ansonsten kommt die Watch ohne unnötige Bloatware aus.

Die Performance ist in Ordnung, auch wenn man in manchen Situationen schon mal eine Gedenksekunde wahrnehmen kann. Das ist besonders der Fall, wenn man die „Ok Google“ – Erkennung aktiviert hat, dies ist aber nicht neu und eine Abschaltung empfiehlt sich für eine flüssigere Bedienung.

Der Start von Apps dauert zwar ein wenig, die typischen Grundfunktionen, wie das Wischen zu den Benachrichtigungen, Google Fit, Schnelleinstellungen und dem Assistent funktionieren aber flüssig und recht schnell.

Letztlich habe ich auch den ein oder anderen Bug festgestellt, so ist mir die Uhr auch schon einmal um 12 Uhr (mittags) in den Energiesparmodus gewechselt, weil der Akku nur noch mit 9% geladen war. Wohlgemerkt wurde die Uhr natürlich am Morgen mit 100% vom Ladegerät abgenommen, hier hat also wohl ein Prozess ordentlich am Akku gesaugt, sodass der Snapdragon Wear 3100 sich nicht schlafen gelegt hat.

Auch im Bereich des einfachen Uhrenmodus, der sich standardmäßig bei <= 9% Akkuladung aktiviert, konnte ich das ein oder andere Fehlverhalten feststellen. Normalerweise zeigt die Uhr nur ein Symbol, welches zur Aufladung auffordert, wenn man versucht diese wieder durch längeres Drücken der Krone einzuschalten. Als ich dann plötzlich die Einschaltvibration an meinem Arm bemerkte, war ich umso verwunderter, als die Uhr eine Akkulaufzeit von 18% anzeigte. Eine Stunde später befand sich die Uhr aber wieder im einfachen Uhr-Modus. Auch an einem anderen Tag hatte sich die Uhr wieder von selbst für kurze Zeit in den smarten Modus versetzt und zeigte eine Restladung von 4% und legte sich eine Minute später wieder schlafen.

Akkulaufzeit: Im smarten Modus ein Tag nutzbar

Energiesparmodus: Nur die Uhrzeit ist ablesbar

Mit dem Snapdragon Wear 3100 hatte Qualcomm eine verbesserte Akkulaufzeit von 4 bis 12 Stunden versprochen. Die meisten Smartwatches boten bisher schon eine Akkulaufzeit für einen „normalen“ Tag, die Ausnahme bildet beispielsweise die Samsung Watch, die bereits eine Laufzeit von mehreren Tagen erreicht.

Etwas skeptisch war ich dann aber, als ich nur eine Akkulaufzeit von ca. 1 Tag auf der Fossil Webseite für die neue Smartwatch gefunden habe. Zumindest spricht man nun von einer Touchscreen-Nutzung von 24+ Stunden. Nun, das ist schon mal etwas mehr Reserve, wenn man bedenkt, dass andere Watches gerne schon einmal an einem längeren Tag schlapp gemacht haben.

Nach diesen 24 Stunden sollen zudem zwei weitere Tage drin sein, wenn man den Energiesparmodus aktiviert, der nur die Uhrzeit anzeigen kann. Das kann ich so auch bestätigen.

Letztlich war ich doch etwas enttäuscht über die eigentliche Akkulaufzeit, durch den Snapdragon Wear 3100 habe ich mir doch etwas mehr erwartet. Ich kam wirklich nur auf eine Akkulaufzeit von rund einem Tag. In der Praxis bedeutet das bei mir, ich habe die Uhr um 6 Uhr mit 100% vom Ladegerät abgenommen und hatte um 21 Uhr noch zwischen 30% und 40%. Es gibt also auch noch etwas Reserve für noch etwas längere Tage. Mein Versuch, die Uhr ohne Aufladen noch als Wecker am Morgen zu nutzen und dann in der Früh aufzuladen, hat leider nicht wirklich geklappt. Die Uhr war dann bei einem Akkustand von unter 9% schon in den reinen Uhrzeit-Modus gewechselt. Letztere Funktion kann in den Einstellungen aber auch abgeschaltet werden und weiterhin der smarte Modus bis zum letzten Prozent genutzt werden. Für eine Aufladung von 10% auf 100% muss eine Stunde eingeplant werden.

Im reinen Uhren-Modus ist das Display standardmäßig aus und zeigt die Uhrzeit erst mit einer kleinen Verzögerung nach der Armbewegung an. Um nicht ganz ohne Uhr dazustehen und doch wieder auf das Smartphone für die Uhrzeit angewiesen zu sein, ist die Option auf jedenfall zu empfehlen und wird auch weiterhin von mir genutzt werden.

Fazit

Für mich stellt die „Sport“ Watch von Fossil eine gelungene Smartwatch mit aktuellem SoC dar. Die Leistung geht in Ordnung, ich erwarte aber auch noch etwas mehr Speed mit dem Wear OS Update H, welches dann auf Android 9 Pie basiert.

Als Tagesbegleiter macht sich die Fossil Sport auf jedenfall gut und wird auch weiterhin dabei sein, sodass ich hier möglicherweise noch ein Update im Artikel geben oder auf Fragen in den Kommentaren eingehen kann.

Von meiner Seite erhält die Fossil Sport eine Kaufempfehlung.

Die Fossil Sport wurde nicht von Fossil bereitgestellt, sondern wurde von uns eigenständig erworben.

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